SÜDAFRIKA - Erkundung des Gebietes des Limpopo Flusses zu Zimbabwe
Diese Reise hatte das zentrale Afrika mit Fokus auf Malawi als Ziel. Nach unserem Neustart in Johannesburg machten wir auf unserem Wege nach Zimbabwe noch einen kleinen Abstecher in den nördlichen Teil von Südafrika in den Bereich des Limpopo Flusses. Diese Gegend war recht dünn besiedelt und meist nur landwirtschaftlich genutzt.
Insbesondere im näheren Bereich zur Grenze zwischen Groblersburg und dem Grenzübergang Beitbridge war das Verkehrsnetz ziemlich vernachlässigt und „glänzte“ durch seine unzähligen Potholes oder - da wo wir auf Erdwegen fuhren - durch fürchterliche Wellblechpisten.
Direkt am Ufer des Limpopo boten einige Farmer schöne naturbelassene Campsites an. Überraschenderweise wurde der Uferbereich auch von vielen Elefantenherden auf ihrer Wanderung benutzt. Nachts passierten unseren Truck dann auch mindestens zwei Elefantenherden.
ZIMBABWE – Transit jenseits der großen Wege
Auf unserem weiteren Wege nach Norden wollten wir recht schnell Zimbabwe durchqueren. Trotzdem wollten wir möglichst bislang für uns unbekannte Wege benutzen. Dieses Mal fuhren wir auf Pisten westlich der Linie von Masvingo und Harare. Diese führte uns zu unserer Überraschung durch große Bergbaugebiete (vermutlich Zink). Auch hier waren Chinesen an der Ausbeutung des Landes involviert. An einem für uns namenlosen total abgelegenen Stausee wurden wir auch zum ersten Mal seit dem Beginn unserer Reise im Jahr 2016 in Afrika beklaut! Am hellichten Tage, obwohl wir beide im Truck saßen, drehte jemand ziemlich dreist unsere Outdoor Duschbrause ab!!
Wie er das unbemerkt geschafft hatte, blieb uns ein Rätsel, da sich auf dem Damm niemand unbemerkt dem Grimber nähern konnte und jederzeit mit Entdeckung rechnen musste. Letztlich war der Schaden zu vernachlässigen, wobei uns sich nicht erschloss, was er mit dem Duschkopf anfangen würde.
Nach Erreichen der gut asphaltierten „Autobahn“ A1 ging es relativ rasch zur Grenze nach Zambia.
Zambia – Canoetrip auf dem Zambezi River
Der Zambezi River – Heißer Rudertrip mit Elefanten, Nilpferden und jede Menge Krokodilen
Der Zambezi und seine Ufer bieten auch heute noch vielen Wildtieren eine Heimat und den Menschen überraschende Begegnungen. Während Safaris eine Möglichkeit ist Tiere auf dem Land zu beobachten, bietet sich vom Fluß aus eine komplett andere Sicht.
Da der Zambezi hier auch die Grenze zwischen Zambia und Zimbabwe bildet, kommt es auch zum regen Austausch zwischen den beiderseits des Flusses gelegenen Wildparks (Lower Zambezi National Park / Zambia und Mana – Pool National Park / Zimbabwe).
„Suboptimal“ war es allerdings eine Canoetour auf dem Höhepunkt der heißen Jahreszeit zu machen! Temperaturen tagsüber weit über 40° waren garantiert.….und von einem „vermeintlichen erfrischenden“ Bad im Fluss wäre ohnehin dringendst abzuraten gewesen.
Die vielen „sonnenbadenden“ Echsen auf den Sandbänken erinnerten einen immer wieder daran, dass man sich hier nicht in Disney World oder einem Freizeitpark befand!
Wenn man zu zweit ruderte und es irgendwann geschafft hatte einen einigermaßen gleichmäßigen Rhythmus zu finden (großer „Vorteil“, um den sich im Wasser befindenden und misstrauischen Nilpferden, nicht in die Quere zu kommen!), dann boten sich immer wieder besondere Begegnungen mit der Tierwelt.
Malawi – Lake Malawi und der übervölkerte Süden
Malawi war Neuland für den Grimber. Eines der ärmsten Ländern überhaupt auf unserem Planeten! Insofern wurde das tägliche Leben durch einfachste Strohhütten, einer Vielzahl von Radfahrern und Eselskarren geprägt. Auch war das Land nicht nur sehr agrarisch geprägt, sondern auch sehr überbevölkert. Buschcampen sollte sich als sehr schwierig herausstellen, da man selten unbemerkt blieb.
Zu den großen Highlights des Landes gehört sicherlich ein Aufenthalt am Malawi See. Zahlreiche traumhafte Strände und Sonnenuntergänge waren garantiert. Schöne Orte gab es sowohl am Südufer, als auch an der Westküste des Sees. Wir begannen den ersten „Badeurlaub“ im Süden auf der Halbinsel Cape McLear. Unseren Aufenthalt verbrachten wir am wohl schönsten Platz am Sees, dem „Chembe Eagle Nest Resort“ in dem kleinen Fischerdorf Chembe. Die Anfahrt durch das kleine Dorf stellte sich allerdings als ziemliche Nervenprobe heraus. Alle Gassen waren äußerst eng und der gerade stattfindende „Markt“ machte es nicht gerade einfacher.
Das Resort selbst lag sehr idyllisch etwas abseits des Fischerdorfes am Ende einer schönen Bucht mit einem tollen Sandstrand.
Obwohl wir den Sandstrand direkt vor der Tür hatten und das Wasser sehr einladend aussah, verzichteten wir doch aufgrund einer potenziellen Billarzosegefahr darauf dort schwimmen zu gehen. Vermutlich waren letztlich die gierigen und penetranten Affen in den Hügeln die wesentlich größere Gefahr. Obwohl durch langjährige Erfahrungen vorgewarnt, gelang es einem dominanten Männchen uns ein gerade gekauftes Toastbrot zu klauen. Wenigsten konnte Thomas, der praktisch fast nackt hinterher sprintete, eine Hälfte der Beute „zurückerobern“!
Als Kompensation hatten wir einen kleinen Pool direkt am Strand und wunderschöne Sonnenuntergänge, die man auch mit einer Fahrt auf einem Katamaran verbinden konnte.
Sehr sehenswert und fotogen war auch der morgendliche Besuch des nahegelegenen Fischerdorfes mit all seinen kleinen Booten, wenn die Fischer vom nächtlichen Fischfang zurückkehrten. Zu dieser Jahreszeit standen hauptsächlich kleine(ste) Fische auf dem Fangplan. Diese wurden nachts mit Lichtquellen an die Oberfläche gelockt und dann mit (sehr) engmaschigen Netzen abgefischt. Wie an so vielen anderen Orten, war auch hier die Überfischung mittlerweile ein großes Problem. Das man zum Fischen häufig auch von irgendwelchen NGO's gespendete Mosquitonetze zweckentfremdet nutzte, zeigte nur einmal mehr die ganze Widersprüchlichkeit der Entwicklungshilfe in Afrika.
EXKURS: Bushcamping in Malawi - eine besondere Episode
Das Bushcampen in Malawi nichts für Leute mit einem „gewissen Sinn für Ruhe“ ist, war uns bereits in den ersten Tagen nach unserer Einreise bewußt geworden. Bei einem Abstecher an den Chilwa See und die Mpopo Lagune im äußersten Südosten an der Grenze zu Mozambique sollte dieses noch deutlich getoppt werden.
In einem Teil von Malawi, welches stark ländlich geprägt und sehr rückständig war, hatten wir ein Buschcamp der „besonderen Art“. Nichtsahnend hatten wir am späten Nachmittag in einem trockenen Flussbett endlich einen vermeintlich einsamen Platz für die Nacht gefunden. Weit gefehlt!
Es dauerte nicht lange, bis uns die ersten einheimischen Bauern entdeckt und die „freudige“ Nachricht scheinbar der ganzen Region mitgeteilt hatten. Die Redewendung mit der „Verbreitung von Nachrichten durch Buschtrommeln“ bekam für uns eine ganz neue Bedeutung. Weniger als eine Stunde nach Sonnenuntergang waren wir bereits von Hunderten neugieriger Leute belagert!
Es herrschte eine Enge um den Grimber, wie man es sonst wohl nur in der ersten Reihe eines Konzerts eines Popstars kennt!! Die immer wieder wiederholte Versicherung, dass wir „total sicher seien und die Leute der Region uns nur kennenlernen wollten“ („don`t worry.... you are very well protected! Everybody is coming to meet you!“), war nicht wirklich beruhigend.
Wie viele Leute es letztlich waren, war nicht wirklich abzuschätzen! Hunderte? Tausend ?!
Im Schein der Taschenlampe im 360 ° Radius war alles voll mit eng stehenden Menschen! Junge Männer direkt um uns herum, im weiteren Umfeld auf der Böschung des trockenen Flussbettes saßen dann die alten Frauen und Kinder, wie auf einer Tribüne, um uns zu beobachten!
So dauerte es dann auch nicht allzu lange bis der König („King“ oder „Ruler“) in seinem Geländewagen selbst auftauchte (vermutlich das einzige gescheite Fahrzeug in der ganzen Gegend!)!
Laut Aussage eines englischsprechenden jungen Mannes, war er der „Ruler“ von ca. 10.000 Untertanen! „ALLE“ wüssten nun von unserer Anwesenheit und wären auf dem Weg zu uns!!!
Was ihn offenbar total elektrisierte und in Hochstimmung versetzte, war für uns alles andere als beruhigend!
Während Thomas draußen versuchte die Leute zu „unterhalten“ und soweit wie möglich zusammen mit dem König (er patrouillierte mit dem Licht seines Smartphones dauernd um den Grimber herum und drängte die Menschenmassen zurück!) den Zugang zur Eingangstür des Grimbers zu blockieren, verhielt sich Claudia komplett ruhig IM Grimber!
Eine Kommunikation durch die geschlossene Tür war einfach nicht möglich bei dem Lärm! Als der Moment allerdings gekommen war, dass Claudia die Tür öffnen und sich der Menschenmenge zeigen musste, brandete ein Lärm auf, der jedem Popstar Neid abgerungen hätte (Wer ist schon Taylor Swift ??)!
Die ganze Szene wirkte komplett surreal und hatte etwas von einer Szene aus dem Monty Phython Film „Das Leben des Brian“.
Da die Stimmung unvorhersehbar war und jederzeit umschlagen konnte, war der König offensichtlich ziemlich besorgt um unsere Sicherheit (und vielleicht etwas auch um seinen Ruf?) und wollte uns offenbar so schnell wie möglich forthaben von diesem Ort.
Aus diesem Grunde hatte er die District Police aus der nächstgelegenen Stadt Phalombe um Unterstützung gerufen. Das dauerte dann natürlich auch noch einige Stunden. Letztlich mussten sie ja erst einmal entsprechende Motorräder auftreiben und dann dazu den fehlenden Kraftstoff !
Am Ende kam die Unterstützung in Form eines Commisioners und zwei weiteren bewaffneten Polizisten auf den organisierten Motorrädern, die der versammelten Menschenmenge (unter lauten Missfallenslauten!) das „Festival für beendet erklärten“. Unter dem Vorwand uns „exklusiver und standesgemäßer in einem Trainingscenter der Polizei“ unterzubringen, wurden wir in der Dunkelheit über ziemlich holprige Pisten zu der Polizeistation in Phalombe begleitet.
Eine Wahl hatten wir nicht wirklich, zumal nicht nur der König, als auch wir am Ende ziemlich erleichtert waren, diesem Chaos heil entronnen zu sein.
Die „Drohung“ der Menschenmenge „die ganze Nacht mit uns verbringen zu wollen“, war doch nicht wirklich so beruhigend!!
So endete eines unserer aufregendsten und seltsamsten „Bushcamps“ unserer gesamten Reise auf dem afrikanischen Kontinent!
Exkursion zu den Malape Pillars
Auf dem Weg zum Mulanje Plateau besuchten wir auch die Malape Pillars. Hier hatte die Erosion im Sandsteinuntergrund beste Arbeit geliefert und bizarre Säulen geformt. In der flachen landwirtschaftlich geprägten Gegend endete eine simple Sandpiste abrupt hinter einem kleinen Dorf und bot einen schönen Blick auf die erodierten Formen. Sicherlich nicht so spektakulär, wie ein ausgewachsener Canyon, aber trotzdem ein sehr schöner Zwischenstopp auf dem Wege nach Süden. Da man dazwischen auch herum laufen könnte, boten sich viele schöne Gelegenheiten für Fotos.
Fahrt um das Mulanje Massiv
Dicht an der Grenze zu Mozambique wollten wir durch das wenig entwickelte Gebiet um das Mulanje Massiv herum fahren. Nicht nur, dass es dort ohnehin nur sehr rudimentäre Pisten und kleine Dörfern gab, das Gebiet war scheinbar so abgelegen und uninteressant für die Regierung, dass man auch nach vielen Jahren nach einem tropischen Sturm mit schweren Lawinenabgängen, viele zerstörte Brücken maximal nur notdürftig repariert hatte. Nach der halben Umfahrung stießen wir dann leider an unsere Grenze, als wir auf eine einfache Hängebrücke für Fußgänger stießen ohne jede Ausweichmöglichkeit.
Beach Hoping am Westufer des Malawi Sees
Auf dem Weg nach Norden gab es viele Möglichkeiten am Westufer des Lake Malawi einen Zwischenstopp an irgendeinem Strand einzulegen und etwas zu entspannen. Die Strände bei Orten wie z.B. Senga, Chingole, Nkhotakota, Chintheche, Nkhata Bay, usw sind nur einige davon.
Auf der „M9“ zum Nyika Plateau
Die rückständigste Gegend lag vermutlich im Hochland an der Grenze zu Zambia. Durch eine Bergkette war dieser Landstrich von dem Küstenstreifen zum Malawi See ohnehin praktisch abgeschnitten und nur schwer erreichbar. Die einzige „befahrbare“ Piste dort war die M9 welche in Nord – Süd Richtung parallel zur Grenze führte. Wenn das „M“ in der Straßenbezeichnung noch eine größere Straße suggerierte, war in der Realität das krasse Gegenteil der Fall!
Diese Nord - Süd Verbindung war meist nur eine holprige Stein – und Lehmpiste, die man am Besten bei Regen nicht befährt und über das hochgelegene Plateau des Nyika Nationalpark führte. Weiter im Süden besuchten wir noch das Vwaza Marsh Wildlife Reserve. Hier hatten wir neben u.a. Nilpferden im See auch noch einige Elefanten im Busch gesichtet. Im Buschbereich am Seeufer wurden wir auch mal wieder daran erinnert, dass die berüchtigten Tsetse Fliegen auf die Farbe blau stehen (und wir nicht mehr beste Freunde werden!)!
NAMIBIA – ERKUNDUNG DER LETZTEN UNBEKANNTEN FLECKEN
Auf dem Rückweg nach Namibia durchquerten wir rasch Zambia. Dabei nutzten für das letzte Stück nach Namibia die berühmt – berüchtigte M10, die in einem entsetzlichen Zustand war. Kaum zu glauben, dass das die Hauptverkehrstrasse für den direkten Handel zwischen Namibia und Zambia war. Man kam vor lauter Schlaglöchern nur langsam und mühselig voran.
Auf der Suche nach den Stonemen im Kaokoveld und Abstecher in die Kalahari
In den vergangenen Jahren waren wir immer wieder in einigen Gebieten des Kaokoveldes im weit entfernt gelegenen Nordwesten von Namibia. Neben der spektakulären Landschaft sind wir immer wieder auf einige der sogenannten Stonemen gestoßen. Ein unbekannter Künstler hatte eine unbekannte Anzahl von Figuren aus Steinen und Draht erschaffen und überall im gesamten Gebiet verteilt. Jede Figur hatte ein anderes Motiv und war mit einer Metallplakette, welche das Motto und eine Nummer enthielt, versehen.
Wir hatten uns für dieses Mal mehr Zeit genommen und auch entfernte Gegenden, wie das Marienfluss- und Hartmanntal besucht. Die Gegend war so menschenleer, dass wir über eine Woche kein anderes Fahrzeug sahen.
Aber unsere lange intensive Suche nach den Stonemen wurde reichlich belohnt. Manche der Stonemen standen sehr präsent in der Landschaft, bei einigen anderen musste man schon sehr genau hinschauen, um nicht an Ihnen vorbeizufahren.
Zum Abschluss im Kaokoveld machen wir noch einen Abstecher in das Flussbett des Hoanibs mit seinen Wüstenelefanten. Auch trafen wir zu unserer Überraschung auf einer der seltenen Löwen/innen, die direkt am Rande der Piste saß und scheinbar nur auf uns gewartet hatte. Einige Monate später gab es einen tödlichen Zwischenfall mit einer Löwin, die einen Reiseleiter von einer privaten Reisegruppe getötet hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich leider um genau diese handelte, war recht hoch.
Offroad im Omaruru River Valley
Ein weiterer Abstecher auf dem Weg zum Atlantik führte uns zum Omaruru River Valley. Was aus der Ferne eher wie ein kleiner Trockenfluss wirkte, entpuppte sich beim Befahren als ausgedehntes Schluchtensystem mit wenig befahrenden Pisten. Einige Pisten waren sehr zerklüftet, zu eng für unseren Grimber und offenbar seit längerer Zeit nicht mehr befahren, dass wir teilweise die Spuren im Fels verbreiten und Löcher mit Steinen auffüllen mussten. Die Möglichkeiten zum Wildcampen in der Wildnis waren natürlich immens und klasse.
Exkursion entlang des Swakop Rivers zu seinem Quellgebiet
Auf dem Weg in die Kalahari folgten wir von Swakopmund landeinwärts weitestgehend dem Swakop River. In diesem Jahr hatte die Regenzeit tatsächlich genug Niederschläge gebracht, um das Wasser des Swakops bis in den Atlantik fließen zu lassen. Auch eine gute Gelegenheit die Gegend östlich zwischen Okahandja und Windhoek zu erkunden und einen Abstecher in die ehemalige "Hauptstadt" der Hereros Otjimbinwe zu machen.
Abstecher in die namibische Kalahari
Nach unzähligen Aufenthalten über die Jahre in Namibia hatten wir fast jeden Winkel des Landes erkundet. Eine der noch weniger besuchten Gegenden war für uns der westliche Rand der Omaheke Wüste und der namibische Teil der Kalahari an der Grenze zu Botswana. Wilde Tiere gab es dort nicht. Während die sogenannte Omaheke Wüste trocken, ziemlich verbuscht und nur am Rande von Kleinfarmern aus der Volksgruppe der Hereros bewohnt wurde, zeichnete sich das westliche Gebiet der Kalahari Wüste durch sehr weit auseinander liegenden (weißen?) Farmen aus. Da offenbar nur sehr wenige von diesen aktiv bewohnt wurden, trafen wir dort nur auf sehr wenige Menschen.
Landschaft war es dort sehr reizvoll mit seinem Buschland und roten Sand, den Salzpfannen und den Gebieten der Trockenflüsse Auob, Olifants River und des Black Nossob. So campten wir dort entweder komplett wild etwas abseits der Pisten im Busch oder auch auf dem weiten Land von Farmern.
Eine eher ungewöhnliche Erfahrung war für uns ein ungeplanter (Übernachtungs)Stopp am Löwenfluss, der durch die seltenen Regenfälle überraschenderweise Wasser führte. Die Tiefe und der Untergrund war uns für eine Überquerung zu unsicher, zumal sich der Strom zu einem reißenden Fluss entwickelt hatte.
Danach ging es für uns über den sehr kleinen Grenzübergang Rietfontein nach Südafrika.
SÜDAFRIKA - RELAXTER ABSCHLUSS „ON THE BEACH“
Zum Abschluss des Trips und als Erholung von den Strapazen und der Hitze der letzten Wochen wollten wir noch einige ruhige Tage am Strand von Jeffreys Bay in Südafrika erbringen.
Vorher erlebten wir noch ein unerwartetes Hindernis am Grenzübergang auf südafrikanischer Seite. Hier wurden wir Opfer von der Willkür von einem südafrikanischen Grenzbeamten. Dieser wollte uns in seiner „Weisheit und Kompetenz“ nur 7 Tage Transit statt den normalen drei Monaten als Aufenthaltsdauer geben. So mussten wir uns erst einmal mit den sieben Tagen begnügen und unser Glück bei dem Home Affairs Office in Upington versuchen.
Da Kompetenz in Südafrika in den staatlichen Stellen nicht besonders verbreitet ist und eine Krähe der anderen kein Auge aushakt, zog man dort jedoch nur den Kopf ein und versteckte sich hinter "einem nicht vorhandenen Stempel". So mussten wir letztlich in den sauren Apfel beißen und unser Glück mit der Ausreise (und wieder Einreise?) nach Botswana versuchen.
Manchmal läuft es – oder auch nicht!
Bei unserem Versuch 5 Tage später an dem Grenzübergang Bokspits zu Botswana ein neues Visum bis zu unserer finalen Abreise von Johannesburg zu erhalten, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen! Zu unserem Pech stand schon wieder derselbe „kompetente“ Beamte, der uns das Leben bereits am Grenzübergang von Rietfontein schwer gemacht hatte vor uns!!
So gaben wir letztlich nach einem letzten Versuch auf und reisen nach Botswana aus. Wir richteten uns schon auf einen mindestens dreiwöchigen Zwangsaufenthalt bei Temperaturen weit über 40 Grad in der Kalahari Wüste ein. Einen exotischen Zwischenstopp machten wir in dem Kamel Eco Park bei Tshabong. Kamele in der Wüste hatten wir seit Mauretanien nicht mehr gesehen.
Danach versuchten wir erneut an dem nächstgelegenen Grenzübergang unser Glück nach Südafrika einzureisen. Dieses Mal waren uns die Grenzbeamten wohlgesonnener und wir bekamen einen Monat zusätzlich!
Um unser langersehntes Ziel am Strand von Jeffreys Bay zu erreichen, mussten wir praktisch noch einmal durch Südafrika von Nord nach Süd quer durch alle Vegetationsstufen fahren. Nach ca. fünf Tagen über Kuruman, Douglas, Victoria Wes und Graaf Reinet in der Karoo Wüste hatten wir es geschafft. Der Platz in der ersten Reihe am Meer war erreicht.



































































































































































































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