Frankreich - Tour die France

"Tour de France"

Nach reichlicher italienischer Lebensart und noch ein paar Tagen an der ligurischen Küste haben wir uns so langsam Frankreich genähert. Über den Badeort Menton wollten wir in die Cote d'Azur einreisen.

Die Terroranschläge in den letzten Wochen haben aber auch dort ihre Spuren hinterlassen. Sowohl direkt am Grenzübergang, als auch später kurz vor Nizza wollen die Beamten mal einen Blick in das Allerheiligste von unserem Grimber werfen. Auch das „Angebot“ nach Marihuana und Alkohol lehnen wir höflich, aber bestimmt ab! Nachdem das geklärt wurde, durften wir mit einem „Bon Voyage“ Frankreich betreten.

 

Da wir möglichst viel von der Landschaft mitnehmen wollen, versuchen wir die Autobahn zu meiden und die Landstraßen, etc. zu nehmen. Das ist teilweise gar nicht so einfach, bzw. clever in den Küstenstädten mit bergigen Hinterland, wie z.B. Nizza, Antibes, Cannes, etc. Zwischen all den Ferrari's und Porsche's ist es einfach ziemlich eng und die „Umleitungen“ durch irgendwelche Vororte mit teilweise ziemlich üblen steilen und engen Wegen haben uns ziemlich ins Schwitzen gebracht. ..und wo es hoch geht, geht es bekanntlich auch wieder runter. Bei einer dieser 15 + x % „Abfahrten“ haben die Bremsen Claudia einmal alles abverlangt, das Fahrzeug vor einer Kreuzung zum Stehen zu bringen. So haben wir in 3 Stunden einmal immerhin stolze 45 km geschafft! Nachdem wir festgestellt haben, dass uns die Örtchen der sogenannten „Schönen und Reichen“ nicht wirklich zusagen und wir irgendwann auch mal weiterkommen wollen, haben wir irgendwo hinter Cannes mit unserer „Regel“ gebrochen und sind mal auf die Autobahn abgebogen und haben sie erst wieder bei Arles verlassen.

Nicht unbedingt günstig, aber schonte die Nerven und brachte uns schneller an unser nächstes Highlight... den Salzpfannen der Camargue mit seiner sumpfigen Wildnis in der Provence!

 

 

 

Die Camargue ist ein Flickenteppich aus Salzpfannen, Feuchtgebieten und Weiden und von den Flüssen „Petit Rhöne“ und „Grand Rhöne“ umschlossen. Es bildet eines der größten Rückzuggebiete für viele Vogelarten, u.a. auch vielen rosa Flamingos. Daneben ist das Gebiet auch berühmt für seine kleinen weißen Pferde.

Als Anlaufpunkt haben wir den kleinen – vermeintlich – verschlafenden Ort Stes – Maries – de la – Mer direkt am Meer gewählt. Allerdings mussten wir feststellen, dass es ein total touristischer Ort mittlerweile ist – zu unserem Glück war die Saison bereits vorbei und allenfalls einige französische Rentner verirrten sich in diesen Ort und der tolle Sandstrand gehörte uns (fast) ganz alleine.

 

Auch nutzen wir die Umgebung für eine ziemlich ausgedehnte MTB Tour quer durch die gesamte Camargue zum Salzabbaugebiet Salin-de Giraud (am Ende hatten wir fast 100 km auf dem Tacho).

 

Die weiteren Stationen unserer ersten Frankreich Etappe langen in den Regionen von Languedoc – Roussillon und den französischen Pyrenäen. Während L-R landschaftlich noch geprägt durch den Weinbau ist (die Strände sollen natürlich nicht unerwähnt bleiben), merkt man sehr rasch, dass die Bevölkerungsdichte und Landschaft viel „ursprünglicher“ wird, je weiter man sich den Pyrenäen nähert. Typisch sind die vielen Hügel, Wälder, Schluchten – und natürlich auch die alten Festungen der Karthager.

 

Neben einem Halt in Narbonne war eines der Highlights die Stadt Carcasonne mit seiner sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Festungsanlage. In Quillan und Foix taucht man schon tief in das „französische Hinterland“ ein – sehr wenig besiedelt und schöne Landschaften ….eigentlich eine eigene Reise wert.

 

Da keiner von uns jemals in Andorra war, wählten wir diesen Übergang über die Pyrenäen nach Spanien. Nachdem die Sonne bislang unser treuer Begleiter war, änderte sich das hoch in den Bergen ziemlich rasch. Am „Pas de la Casa“ auf ca. 2.500 m Höhe hatten wir nur noch Nebel, Regen und gerade mal 4,4 ° Grad ! Sowohl die Auffahrt und auch die Abfahrt nach Andorra forderten dem Grimber schon einiges ab.....zum Glück blieben wir von Schnee verschont.

Das „Einkaufs – und Steuerparadies“ Andorra haben wir weitestgehend links liegengelassen und sind der Sonne entgegen nach Spanien durch gebraust....

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    rolfe (Freitag, 28 Oktober 2016 19:30)

    Hi ,ihr 2.... sehr schön zu lesen und tolle Eindrücke mit den Fotos..., freu mich schon auf die kommenden Berichte... Gruß Rolfe ☺